Speziell für Studieninteressierte: Heidelberger Profil der Germanistischen Sprachwissenschaft/Linguistik

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Studium mit Aussicht: Blick aus der Seminarsbibliothek


Das Heidelberger Profil zielt auf Texte, Gespräche und multimodale Einheiten, die unter sprachsystematischen und soziopragmatischen Gesichtspunkten beschrieben und gedeutet werden. Forschungs- und Lehrschwerpunkte in Heidelberg bilden die

  • Semantik, d. h. die Lehre von der Bedeutung sprachlicher Zeichen, die in kleinen Wortbestandteilen (Morphemen), in Wörtern (Lexemen), in Wortgruppen (Syntagmen), in Sätzen, in Texten und sogar in Textgeflechten (Diskursen) beschrieben werden kann,
  • Pragmatik, d. h. die Lehre vom sprachlichen Handeln und der Interaktion und
  • Grammatik (d. h. die Auseinandersetzung mit dem Sprachsystem).

Weitere Schwerpunkte sind die

  • Text-, Diskurs- und Korpuslinguistik,
  • Varietäten- und Soziolinguistik des Deutschen,
  • Linguistische Sprachkritik,
  • historische Lexikographie und Wörterbuchforschung,
  • sowie Geschichte der Sprachwissenschaft.

In Augenschein werden auch multimodale Einheiten (Bilder, Filme…) genommen, die besonders für die Internetkommunikation eine zentrale Rolle spielen. In der Textlinguistik wird erforscht, was einen Text zu einem Text macht und wie Texte klassifiziert werden können. In der Diskurslinguistik wird der Zusammenhang zwischen Sprache, Wissen und Gesellschaft untersucht. Die Korpuslinguistik dient dabei als Methode, um die qualitative Textanalyse durch quantitative Analyseverfahren zu ergänzen. Die Varietäten- und Soziolinguistik beleuchtet die Vielfalt an Sprachen in der deutschen Sprache. Die Linguistische Sprachkritik untersucht, wie die Sprache und Kommunikation unter Kriterien der kommunikativen Angemessenheit erfasst werden kann. In der historischen Lexikographie und Wörterbuchforschung werden Wortschätze und Wörterbücher in ihren sprach- und kulturgeschichtlichen Bezügen beschrieben. Überlegungen zur Geschichte der Sprachwissenschaft unterziehen die sich wandelnden Forschungsinteressen einer kritischen Reflexion.

Letzte Änderung: 12.06.2017
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